Witsel – Dortmunds wertvoller Stratege und Schrittmacher

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Witsel – Dortmunds wertvoller Stratege und Schrittmacher

Belgier lobt körperliche Stärke und mentale Kraft des BVB

Die jugendlichen Sturm-und-Drang-Fußballer Christian Pulisic, Jadon Sancho und Jacob Bruun Larsen bestimmten bei Borussia Dortmund zuletzt die Schlagzeilen. Doch ohne die Dienste der Routiniers im Hintergrund könnte das Trio des BVB längst nicht so frei aufspielen. “Die Mischung macht’s”, sagt Sportdirektor Michael Zorc. Und dachte dabei auch an Axel Witsel.

Thomas Delaney, Jacob Bruun Larsen und Axel Witsel

Es läuft bei Thomas Delaney, Jacob Bruun Larsen und Axel Witsel (v.l.).

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Axel Witsels Einstand in Dortmund geriet spektakulär: In Fürth sorgte er bei seinem ersten Pflichtspiel-Einsatz für den BVB per technisch äußerst anspruchsvoller Volley-Abnahme für den späten 1:1-Ausgleich, der sein Team in die Verlängerung rettete und so vor dem drohenden Pokalaus in der ersten DFB-Pokalrunde bewahrte. Seitdem hält sich der Belgier mit aufsehenerregenden Szenen zwar zurück, dafür sind inzwischen die Offensivkünstler um das Youngster-Trio Jadon Sancho, Jacob Bruun Larsen und Christian Pulisic zuständig. An Bedeutung hat Witsel dadurch allerdings keineswegs verloren. Als Stratege und Schrittmacher ist der 29-Jährige zu einem äußerst wertvollen Bestandteil in Lucien Favres Mannschaft geworden.

Exemplarisch dafür steht der jüngste 3:0-Erfolg über Monaco in der Champions League. Es waren Joker Bruun Larsen, Kapitän Marco Reus und Startelf-Debütant Paco Alcacer, die die Tore erzielten. Doch das Tempo und die Struktur gaben Witsel und sein nicht minder überzeugender Nebenmann Thomas Delaney vor. Vor Bruun Larsens Führungstreffer (51.) bestimmte Witsel die Pressinghöhe des BVB und eroberte selbst den Ball nahe der gegnerischen Torauslinie. Nach dem Tor, als die Partie hektisch zu werden drohte, griff der WM-Dritte dann zum denkbar simpelsten, aus jedem Altherren-Spiel bekannten Stilmittel: Er trat auf den Ball und brachte das Spiel dadurch zum Erliegen. Am Ende der Begegnung kam Witsel auf 88 Ballaktionen, eine Passquote von 94 Prozent, acht Balleroberungen und eine imposante Zweikampfquote von 100 Prozent – alle neun direkten Duelle, die er führte, gewann er.

Es überraschte nicht, dass der 20-Millionen-Einkauf aus der chinesischen Super-League nach der Partie nicht die außergewöhnlichen Offensivfähigkeiten seiner zumeist blutjungen Vorderleute ins Scheinwerferlicht rückte, sondern den Fokus auf zwei andere Eigenschaften dieser Dortmunder Mannschaft legte: Körperliche Stärke und die mentale Kraft, zu jeder Zeit Geduld aufzubringen. “Das waren wir auch gegen Monaco wieder”, bilanzierte er, “wir haben den Ball durch unsere Reihen laufen lassen und im richtigen Moment getroffen.”

Der Anteil von Witsel, der am Freitag für die Länderspiele gegen die Schweiz und die Niederlande berufen wurde, daran ist nicht zu unterschätzen.

Matthias Dersch

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