Thomas Geisel : Düsseldorf wollte Bootsflüchtlinge aufnehmen – jetzt bekommt der OB Morddrohungen

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Die Forderung des Düsseldorfer Oberbürgermeisters hat für heftige Diskussionen gesorgt. In einem gemeinsamen offenen Brief mit seinem Amtskollegen aus Köln und Bonn hat Thomas Geisel (SPD) Ende Juli der Bundesregierung angeboten, in Not geratene Bootsflüchtlinge in ihren Städten aufzunehmen.

Laut Geisel habe das Bürgermeister-Trio für die Initiative viel Zuspruch erhalten. Doch der Düsseldorfer OB ließ nun durchblicken, dass es auch ganz andere Reaktionen darauf gab. „Bedauerlicherweise gab es auch offen rassistische Töne bis hin zu unverhohlenen Morddrohungen“, sagte Geisel der SPD-Zeitung „Vorwärts“ in einem Interview. Die Drohungen hätten sein Büro dazu veranlasst, die entsprechenden Mails an den Staatsschutz weiterzuleiten.

 

Das Thema Rettung von Bootsflüchtlingen wird immer kontroverser diskutiert. Die neue populistische Regierung Italiens unter dem nationalistischen Innenminister Matteo Salvini hat inzwischen mehrfach privaten Seenotrettern die Einfahrt in italienische Häfen verweigert. Laut Geisel ist der offene Brief als „humanitäres Signal“ gedacht, um dem „barbarischen Zustand“ ein Ende zu bereiten, dass im Mittelmeer „Menschen ertrinken, weil sie nicht gerettet werden können oder dürfen“.

Im Video: SPD-Bürgermeister uneins: Während Düsseldorf Bootsflüchtlinge aufnehmen will, sind andere skeptisch

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