Stochertor entscheidet Bayern-Derby

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Stochertor entscheidet Bayern-Derby

Regensburg dreht erneut ein Spiel gegen Ingolstadt

Zum dritten Mal im dritten Aufeinandertreffen seit dem Zweitliga-Aufstieg hat Jahn Regensburg gegen den FC Ingolstadt einen Rückstand noch in einen Sieg ummünzen können. Am ersten Spieltag der neuen Zweitligasaison drehte das Team von Achim Beierlorzer ein frühes 0:1 nicht unverdient in einen 2:1-Heimerfolg. Den Unterschied in einem engen Bayern-Derby machte am Ende ein kurioses Eigentor der Schanzer.

Dario Lezcano, Asger Sörensen

Zu schnell für den Ball: Dario Lezcano (li.) gegen Asger Sörensen.

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Regensburgs Trainer Achim Beierlorzer baute zwei Neuzugänge in seine Startformation ein: In der Abwehrkette starteten Föhrenbach und Correia.

FCI-Coach Stefan Leitl musste kurzfristig auf gleich drei Spieler verzichten – aus verschiedenen Gründen: Torhüter Nyland wurde für Vertragsverhandlungen mit Aston Villa freigestellt, Cohen zog sich im Abschlusstraining eine Syndesmoseverletzung zu und fällt rund zehn bis zwölf Wochen aus. Außerdem fehlte Schröck aus privaten Gründen, Kittel saß angeschlagen nur auf der Bank. Insgesamt schickte Leitl in Galvao, dem Ex-Regensburger Gimber sowie Kerschbaumer, Röcher und Osawe gleich fünf Neuzugänge von Beginn an aufs Feld.

Sallers Slalomlauf gleicht Kerschbaumers Traum-Einstand aus

Der Österreicher Kerschbaumer bescherte sich in seinem FCI-Pflichtspieldebüt früh in der Partie einen Einstand nach Maß. Auf Vorarbeit des – allerdings hauchdünn im Abseits stehenden – Lezcano kam Kerschbaumer gut 20 Meter vor dem Jahn-Kasten an den Ball und schickte ihn ansatzlos unter die Latte – ein sehenswerter Treffer (5.).

Die Partie bewegte sich im Anschluss auf spielerisch überschaubarem Niveau und hatte abgesehen von einem weiteren Kerschbaumer-Schuss (43.) kaum gelungene Offensivaktionen zu bieten. Bezeichnenderweise war es erneut eine starke Einzelaktion, die für bis dato ungefährliche Regensburger zum Ausgleich führte: Saller setzte über rechts zum Slalomlauf an, umkurvte Gimber sowie Galvao und schloss trocken ab – 1:1 (45.).

Lais stochert im Aufstehen – 2:1 für Regensburg

Im zweiten Durchgang nahm die Partie an Fahrt auf, vor allem Regensburg kam immer besser ins Spiel und leistete sich nicht mehr so viele Abspielfehler wie noch im ersten Durchgang. Auch die Möglichkeiten blieben nicht aus: Knaller lenkte einen Grüttner-Schuss an den Pfosten, den anschließenden Nachschuss konnte Adamyan aus kurzer Distanz nicht im Tor unterbringen (62.). Auch Ingolstadt ließ eine Top-Chance aus: Lezcano legte den Ball nach einer Röcher-Flanke über das Tor (70.).

Kurz darauf belohnten sich dann die Regensburger für ihr engagiertes Auftreten im zweiten Durchgang – allerdings durch ein recht kurioses Tor: Föhrenbach zog im Anschluss an eine Ecke wuchtig aus der Distanz ab. Knaller wehrte vor die Füße von Lais ab, der bei der Ballannahme hinfiel und den Ball im Aufstehen an den Oberschenkel von Ananou stocherte. Von dort trudelte die Kugel über die Linie – das 2:1 und die Entscheidung zu Gunsten der Oberpfälzer (72.). Ingolstadt hatte in der Schlussphase wenig zuzusetzen, Knaller verhinderte in der Nachspielzeit gegen Grüttner sogar noch das 3:1. Für die beteiligten Mannschaften eine Art Déjà-vu: Bereits in der vergangenen Saison hatte Regensburg in beiden Spielen gegen Ingolstadt einen Rückstand noch in einen Sieg ummünzen können.

Am 2. Spieltag sind beide Teams am Freitagabend (18.30 Uhr) gefordert: Regensburg gastiert bei Aufsteiger SC Paderborn, Ingolstadt empfängt die SpVgg Greuter Fürth.

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