Matratzen-Hype adé? Deutsches Matratzen-StartUp Muun ist insolvent

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Kategorie: Allgemein

Das Matratzen-StartUp Muun musste vorläufige Insolvenz anmelden. Notwendige Verhandlungen mit einem strategischen Partner seien in letzter Minute gescheitert.

Muun Matratze
© muun

Der Hype um Matratzen im Internet ist riesig, Casper, Eve, Emma oder Muun bieten die vermeintlich perfekten Liegeflächen zu Preisen, bei denen klassische Matratzenhändler mit den Ohren schlackern. Der Matratzenmarkt in Deutschland ist heiß umkämpft und die Konsolidierung fordert nun ihre ersten Opfer. Deutsche-StartUps spricht von „Endzeitstimmung in der Szene“. Erst vergangene Woche kündigte Eve den Rückzug aus Deutschland und weiteren europäischen Märkten an. Nun trifft es den nächsten Vertreter: Das Berliner StartUp Muun musste vorläufig Insolvenz anmelden.

Verhandlungen „kurz vor Unterschrift“ eingestellt

„Im Zuge der intensiven Wettbewerbslage auf dem deutschen Matratzenmarkt hat das Unternehmen eine strategische Neuausrichtung forciert“, zitiert Deutsche-StartUps den Muun-Mitgründer Vincent Brass. Die Neuausrichtung sollte gemeinsam mit einem strategischen Partner aus der Industrie umgesetzt werden. „Nach mehrmonatigen Verhandlungen sind die Verhandlungen kurz vor Unterschrift eingestellt worden. Dies hat die Geschäftsführung dazu gezwungen vorläufige Insolvenz anzumelden.“ Muun will aber noch nicht aufgeben. Man führe aktuell weitere Gespräche mit potenziellen Investoren unter Aufsicht des Insolvenzverwalters Jesko Stark und sei zuversichtlich, dass man ein positives Ergebnis erreiche, „um das nachhaltige Weiterbestehen des Unternehmens zu sichern.“

Muun wurde bereits 2014 von Brass und Frederic Böert gegründet und weckte das Interesse vieler Business Angels. So investierten etwa Dirk Graber von Mister Spex, Peter Vinnemeier von Trivago und Björn Kolbmüller von Flaconi in das Berliner StartUp.

Umkämpfter Markt

Die Berliner dürften nicht der letzte Anbieter sein, der im konsolidierenden Markt Probleme bekommt. „Der Markt ist sehr umkämpft und wird sich sicher weiter konsolidieren“, meint etwa Alexander Behr von Snooze Project gegenüber dem Tagesspiegel. „Wir rechnen damit, dass einige Wettbewerber bald in Schwierigkeiten kommen werden“, erklärt auch der Matratzen-Anbieter Brunobett. Noch ist das Geschäft lukrativ, aber Abmahnungen und Dumpingpreise kratzen bereits am Image.

Geschrieben von Christoph Pech

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