Google Doodle mit Ludwig Sütterlin : Klare Linien, runde Schnörkel: Erfinder einer neuen Handschrift

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Google Doodle mit Ludwig Sütterlin : Klare Linien, runde Schnörkel: Erfinder einer neuen Handschrift

Das aktuelle Google Doodle erinnert an den Graphiker Ludwig Sütterlin. Am 23. Juli 2018 wäre er 153 Jahre alt geworden. Sütterlin erfand eine Schrift, die Kindern in der Schule helfen sollte, schneller schreiben zu lernen.

Der Graphiker kam am 23. Juli 1865 im Schwarzwald auf die Welt.  Neben seiner Tätigkeit als Graphiker, arbeitete er auch als Buchgestalter, Pädagoge, Kunstgewerbler und Schriftgestalter.

Zu seiner Zeit herrschte ein regelrechtes Handschriftenchaos. So erhielt er 1911 vom preußischen Kultusministerium die Aufgabe, eine Handschrift zu entwickeln, die für Kinder einfacher war zu lernen. Im Jahr 1911 gab es mehrere Auslegungen der Handschrift. Es herrschte ein regelrechtes Handschriftenchaos.

1915: Sütterlin-Schrift wird eingeführt

Die nach ihm benannte Sütterlin-Schrift verzichtete auf Schnickschnack: Klare Linien, kantige Zacken und runde Schnörkel prägten die Schrift. Sieht man sich das Google Doodle genauer an, fällt auf, dass das “e” aussieht wie das “n”, das wir verwenden. Die Vereinfachung war sehr beliebt bei den Schülern und wurde 1915 in Preußen eingeführt.

1941 wurde die Sütterlin-Schrift von den Nationalsozialisten verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie jedoch an den Schulen wieder gelehrt. So konnten die Kinder Schriftstücke und Briefe von Verwandten lesen. Am 20. November 1917 verstarb Ludwig Sütterlin in Berlin.

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